Mountainbiken im Apennin | Emilia Romagna & Toskana

Veröffentlicht in: MTB-touren, MTB-touren ohne Guide | 6

Auf dem Rücken des Apennin, durch die Garfagnana bis hinunter ans Meer
Alpines MTB-Abenteuer in der Mitte von Italien
~218 km & ~7200 hm

Der Apennin ist ein rund 1500 km langer Gebirgszug in Italien, der sich von der Po-Ebene bis hinunter nach Kalabrien erstreckt. Dazwischen gibt es viele Gegenden, die mit individuellem Charme hervorstechen. Auf dieser Tour erkunden wir gleich mehrere davon. Grüne Bergwälder, skurrile Felsformationen, sowohl liebliche als auch schroffe Bergkämme, mittelalterliche Dörfer, episch verlaufende Wege, imposante Ausblicke und vieles vieles mehr.

Einladend gesagt: Wir starten im Hinterland von Emilia Romagna und erleben bereits am ersten Tag die Vielfalt der Umgebung. „Grenzüberschreitend“ über grasbewachsene Bergrücken erreichen wir die höchsten Gipfel der Toskana, von denen wir episch in die Garfagnana hinabfahren. Durch mittelalterliche Dörfer und auf geschichtsreichen Wegen der Vergangenheit erreichen wir schließlich das Meer der Toskana, den „Golf der Poeten“.

Wie auch bei den anderen Touren, gestaltet sich das Wochenprogramm dieser Tour als entspannt. Der Fokus liegt auf echtem Bike-Urlaub mit Möglichkeit der Regenerierung zwischendurch. So verbringen wir die 1. und 2. Nacht sowie 3. und 4. Nacht in jeweils gleicher Unterkunft mit Wellnessbereich. Wer Erholung braucht oder die Umgebung und Unterkunft tiefer erleben möchte, kann sich seine Zeit nehmen und am Folgetag wieder mit radeln. Alle Nächte verbringen wir in kleinen Häusern, schön eingebettet in die Umgebung, die den wahren Charakter widerspiegeln.

Der Anspruch der Tour kurz zusammengefasst: hart aber fair! Trotz überschaubarer Gesamt-Kilometer und -Höhenmeter (~218 km & ~7200 hm) warten Passagen, die etwas mehr Energie benötigen. Dies erfordert mindestens durchschnittliche, sehr gute Fitness, um sowohl die Auffahrt als auch später die Abfahrt mit voller Konzentration genießen zu dürfen. Gleichermaßen gutes Vermögen, sein Rad unter Kontrolle zu halten und wo nötig, vorher abzusteigen.

An zwei Tagen gibt es Schiebepassagen von bis zu 80 Minuten, die aber landschaftlich wirklich auch einladend zum Schieben sind (E-Biker könnten um paar Minuten verkürzen). Wie gesagt, hart aber fair, denn jeder Meter bergauf, gleich in welcher Form, wird belohnt mit sattem Panorama UND legendären Trails!

Die Abfahrten sind größtenteils fordernd, bereiten eine Menge Spaß und irgendwie entsteht Trail abhängig das Gefühl, man reitet auf dem Rücken der Welt. Technische als auch leicht verblockte Passagen schmücken die Wege manchmal für paar Meter, die notfalls mit wenig Mühe durchgeschoben werden können. Also, von superflowig, eng, weit, technisch, ausgesetzt oder einfach gesagt traumhaft, alles dabei und verzaubert ganz sicher die Gesichter und Herzen.

Ein echtes Mountainbike-Abenteuer eben, dass viele verschiedene Eindrücke mit sich bringt, die man so schnell nicht vergessen wird. Ein besonderes Augenmerk gilt der Ausblicke auf kleine Dörfer, die im Berghang zu kleben scheinen, der unglaublichen Aussicht bis rauf in die Brenta-Dolomiten oder rüber nach Korsika oder einfach dem Wegverlauf der ansteht zum Befahren.

Hervorzuheben ist auch nochmal der interessante Verlauf dieser Tour: von der hügeligen Emilia Romagna über 2000er Bergekämme in die dicht bewachsene Garfagnana und schließlich nochmal über weitere Bergkämme des Apuan-Gebirges der Toskana hinunter ans Meer. Genial und einzigartig!

Bergauf geht es zumeist auf breiten Wegen aller verschiedener Untergründe. Dabei sammelt man die meisten Höhenmeter auf einfache bzw. „normale“ Weise. Erst das Finale des jeweiligen Anstiegs fordert dann die vorvorletzten Körner oder die zum Teil auch schmalen Wege bereits ab Mitte der Anstiegs. Hart aber fair, denn ab kurz vor oben gibt es schon die Belohnung zu sehen und zu spüren!

Der erste Tag, unser erster Loop-Tag, startet zum Einrollen auf Asphalt und windet sich nach paar Kilometern schließlich die Hügel der Emilia Romagna entlang hinauf. Weitblicke bis zu den Brenta Dolomiten und Ruhe stetige Begleiter. Der Anstieg endet malerisch im Grasland der Berge, wo wir gerne unser Picknick genießen dürfen. Nichts als Weitblick, Stille, Frieden. Weidende Pferde, Summen der Insekten und die Wärme der Sonne auf der Haut. So soll es sein.

Gestärkt setzen wir zum ersten Trail-Feuerwerk am Bergrücken an und anschließend durch den Wald auf einem technischen Weg. Nach paar hübschen Forststraßen-Kilometern mit Wasserfällen links und rechts, ein weiterer Trail. „Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen DER Trail!“ Wie kann man diesen Tag zelebrieren als mit einem Prost in der Dorf-Bar!? … oder doch noch einmal hinauf mit dem Shuttle?
1100 hm 27 km (oder 1300 hm 40 km mit extra Portion Trail)

Der zweite Tag fängt entspannt an, denn das Shuttle erledigt die ersten 600 Höhenmeter für uns. Wir starten mit einer tatsächlich genussvollen Bergauffahrt auf Schotter. Leicht ansteigend, Fernblick und ganz ohne Verkehr. Daraufhin beginnen die gestückelten Schiebepassagen (paar Passagen verlaufen flach oder bergab, die fahrbar sind). Für den einen ist es einfacher zu Schieben, für den anderen einfacher sein Rad zu tragen. Jeder wie er mag. Wir bringen Zeit und unsere Kinderaugen mit. Es gibt jede Menge zu Schauen und Staunen.

Es sei gesagt, jeder Meter hinauf ist absolut lohnenswert, denn das was danach kommt, grenzt an einem MTB-Traum an Flow auf einer Hochebene. Direkt am Bergkamm zwischen Emilia Romagna und Toskana. Am höchsten Punkt der Toskana (2040m) genießen wir Picknick und fahren darauffolgend einen mega-langen Wiesen-Trail hinab in den Wald, wo auch schon direkt der nächste Trail-Zauber auf uns wartet. Einer?

Nach dem ersten Waldtrail folgt nach einem kurzen Gegenanstieg auch schon der nächste technische Waldtrail von 4,5 km länge direkt zu unserer urigen Unterkunft.
900 hm 24 km (aufgrund der Schiebepassagen, wird es trotzdem ein anspruchsvoller Tag)

Der dritte Tag fängt mit einem ca. 700 hm Anstieg im Wald in angenehmer Steigung an. Gut investierte Höhenmeter, denn es folgt direkt ein schöner technischer Trail zu unserem nächsten Ausgangspunkt für weitere Ausblicke und Trailzauber in Richtung Garfagnana.

Einen Gegenanstieg weiter, stehen wir plötzlich wieder auf den hübschen Gras-Bergrücken wie am Vortag und genießen auch hier tolle Trails. Es scheint wirklich, dass wir auf dem Rücken der Berge biken. Absolut Episch!

Wir picknicken in der wilden Prärie und fahren zu guter Letzt lange, sehr, sehr lange bergab in die Garfagnana. Natürlich viel auf Trails und natürlich zu Schluss ein Bier und Sprung in den Pool!
1500 hm 48 km

Der vierte Tag, unser zweiter Loop-Tag, ist eigentlich der kürzeste nach Fahrzeit. Mit Sicherheit brauchen wir genauso lange wie sonst, denn es gibt so viele tolle „Kleinigkeiten“ zu erleben. Heute mehr kulturell, geschichtlich und in der Zivilisation unterwegs. Aber was darf nicht fehlen? „Meine lieben Damen und Herren, hier kommt DER zweite Trail!“

Statt Picknick genießen wir heute eine Einkehr und auch öfter mal einen Fahrt durch sehenswerte kleine Dörfer. Gerne mit Stopp auf Cafe und Kuchen eher wir uns den Weg durch den Fluss suchen dürfen, der direkt zur Unterkunft führt. Prost, Pool, Yeah!
900 hm 29 km

Der fünfte Tag verläuft die ersten Kilometer gleich dem Vortag und splittet sich mit einem WOW-Effekt ab. Große Augen und Respekt inklusive! Ab jetzt durchfahren wir die Garfagnana, die für die dichten Maroni- und Eichenwäldern bekannt ist, auf Asphalt und Schotterwegen für eine lange Zeit.

Erblicken tolle Ecken der Gegend, hübsche Dörfer und immer wieder spektakuläre Aussichten auf die Berggipfel zu allen Seiten. Auch heute können wir gerne Einkehren oder wir entscheiden uns am Vortrag für ein Picknick. Was folgt? Wald-Trail, Gegenanstieg, hübsches Dorf, Wald-Trail, Baden im warmen Naturpool, Gegenanstieg und Radler in DER Unterkunft mit WELTblick, was sonst? 🙂
1300 hm 44 km

Der sechste und letzte Tag möchte auch noch verdient werden, so geht es lange Zeit angenehm auf Asphalt hinauf. Nach ca. 500 Hm führt der Weg schließlich in den Wald. Ein Mix aus Fahren und Schieben geht über in nur Schieben (ca.45 bis 60 min, E-Biker können evtl. mehr fahren) und letztendlich hin zu einer breiten Stelle mit Sicherungsleinen, wo wir das Bike hochtragen oder heben müssen.

Kurz darauf gibt es die versprochene Aussicht zu der einen Seite UND zu DER anderen Seite, DIE zum Meer rüber. Ab hier meine Damen und Herren, haben wir es geschafft, vorerst nur mehr bergab auf Traaaaaiiiiils in Richtung Meer und Strand und Baden und Anstoßen!
1480 hm 46 km

Wichtige Infos:

  • anspruchvollste Tour im Programm
  • Auch mit E-Bikes machbar
  • Unbedingt notwendig sind solide Fahrtechnik und gute Ausdauer oder ein großer Akku
  • Muskelkraft und Laune zum Schieben
  • kurzfristige Routenänderung durch Wettereinflüsse möglich
  • kurzfristige Routenanpassung durch Gruppendynamik möglich (mehr oder weniger Anspruch)
  • Freude am Draußen sein
  • 5 verschiedene Unterkünfte (2x mit Wellness-Möglichkeit)


Überblick:

Tag 11100 hm 27 km (oder 1300 hm 40 km mit extra Portion Trail)
Tag 2900 hm 24 km
Tag 31500 hm 48 km
Tag 4900 hm 29 km
Tag 51300 hm 44 km
Tag 61500 hm 46 km
Kondition●●●●
Fahrtechnik●●●●
Tagesdistanzen24 – 48 km & 900 – 1500 hm
Schiebe-/TragepassagenJa, bis zu 80 min an zwei Tagen
Fahrtage6
Start und ZielRaum Castelnuovo ne´ Monti – Raum Sarzana
Staatlich geprüfter Guide inkludiertJa
Shuttle inkludiertJa, 1x
Übernachtungen7x im DZ (EZ-Zuschlag 220 €)
Gepäcktransport inkludiertJa
Verpflegung7x Frühstück, 1x Picknick, 1x Halbpension (fünftes Abendessen)
RücktransferJa
Teilnehmeranzahlmin. 5 | max. 7 Pers.
Schutzausrüstung (Helm, Knieschützer)Sehr empfohlen
Fotos inkludiertJa

Geführte Termine 2026
Reisepreis: 1370 € p.P. (Stammkunden erhalten 50 Eur Nachlass.)
30.5.-6.6.
3.-10.10.
Wunschtermin

Anmeldeformular

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Vielen Dank für deine Anmeldung.

6 Kommentare

  1. Hans-A. Waidelich

    Einer der schönsten und spannendsten Touren, die ich je gemacht habe. Ein grandioses Naturerlebnis. Pio hat die besten Pfade erkundet und kennt fast jeden Stein oder Strauch, das beste Guiding ever und tolle Fotos für eine bleibenden Erinnerung. Konditionell u. fahrtechnisch „pretty hard“, aber fair, einfach alles was das Enduro-Herz begehrt. Diese Tour werde ich in jedem Fall nochmal machen! Danke Pio

  2. Hannes Greb

    Sensationelle Tour, in einer Region, die in ihrer scheinbaren Unauffälligkeit so viel zu bieten hat.
    Jede Menge Trails und hier ist wirklich für jeden was dabei! Verspieltes Wedeln im Wald, Bergkämme mit faszinierender Weitsicht, Steinfelder in Mitten von Maronenwäldern, oft mit technisch anspruchsvollen Passagen.
    Die Unterkünfte wie auf allen Touren von Pio sind kleine lokale Perlen, die er entlang der Tour aufgefädelt hat.
    Pio als Guide… Ich kann mir keinen besseren Guide vorstellen.
    Danke für dieses großartige Abenteuer.

  3. Jan-Philip Buchholz

    Diese Tour mit Dir, Pio, war wirklich genial. Im Nirgendwo die tollsten Quartiere, spektakuläre Höhenkämme, beste Einkehrschwünge, spassig-heftige Abfahrten zu finden, das ist wahre Bike-Kunst! Wir fahren das nochmal mit dir! Danke für dieses Erlebnis!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert